Zusammenfassungen der Fastenpredigten 2026

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Haben Sie es manchmal eilig? Oder möchten Sie das Wesentliche einer Predigt weitergeben? Dann helfen Ihnen vielleicht die Zusammenfassungen, die ich mit Hilfe von KI erstellt habe.
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Die Predigt greift zunächst das Bild eines alten Liedes von Peter Alexander auf: „Die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere.“ Das Lied erzählt von einem kleinen Entlein, das die süßen Kirschen nicht erreichen kann. Es fühlt sich benachteiligt. Auch uns ist dieses Gefühl vielleicht gelegentlich nicht fremd: Wenn wir meinen, zu kurz zu kommen, wenn andere scheinbar mühelos bekommen, was uns verwehrt bleibt. Manchmal deckt dieses Empfinden echtes Unrecht auf und weckt den Einsatz für Gerechtigkeit. Doch es kann auch in Neid und Missgunst umschlagen – und damit zerstörerisch werden.

Dieses Muster begegnet uns schon in der bildhaften Erzählung vom Paradies (Gen 2, 7–9; 3, 1–7). Adam und Eva hatten alles, was sie brauchten. Doch die Schlange sät Zweifel: Gott enthalte euch Entscheidendes vor – die Freiheit, selbst über Gut und Böse zu bestimmen. Plötzlich erscheint das Verbotene begehrenswert. Aus Vertrauen wird Misstrauen. Der Mensch greift nach der „süßen Frucht“ und verliert dabei mehr, als er gewinnt: die vertrauensvolle Beziehung zu Gott.

Menschen kämpfen zu Recht gegen Unterdrückung und für Freiheit. Doch gefährlich wird es, wenn wir Gott selbst wie einen machtgierigen Herrscher betrachten, der uns kleinhalten will. Dann zerbricht das Vertrauen – und genau darin liegt die Wurzel der Sünde.

Paulus stellt dem misstrauischen Adam den vertrauenden Christus gegenüber (Röm 5, 12.17–19). Jesus von Nazareth lebt ganz aus dem Vertrauen auf Gott – selbst im Leiden und am Kreuz. Und Gott bestätigt dieses Vertrauen, indem er ihn zum Leben erweckt. So zeigt sich: Gott hält uns nichts vor. Er schenkt sich selbst. Seine Gebote sind keine Fesseln, sondern Schutzräume für das Leben.

Die vorösterliche Zeit lädt uns ein, den leisen Stimmen der „Schlange“ in uns zu widerstehen – dem Gift von Neid, Misstrauen und Selbstüberhebung. Stattdessen dürfen wir lernen, Gott neu zu vertrauen. Denn wahre Freiheit wächst nicht aus dem Griff nach allem, was uns angeblich fehlt. Sie wächst aus der Beziehung zu dem, der es gut mit uns meint – zu Gott.

© Walter Mückstein

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