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6. Sonntag im Jahreskreis
Die göttlichen Weisungen tiefer verstehen
und mit Sinn erfüllen
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„Ich habe die Gebote im Großen und Ganzen eingehalten, also passt es schon.“ Dieser Gedanke ist gar nicht so selten. Dahinter steckt ein Glaube, der sich vor allem an äußeren Regeln orientiert: Genau hier setzt Jesus in der Bergpredigt an. (Mt 5,17-37) Er ist gekommen, das „Gesetz“, wie es vor allem in den 10 Geboten zum Ausdruck kommt, zu erfüllen.
Das klingt zunächst einmal so, als würde Jesus alles noch verschärfen. Doch es geht es ihm nicht um strengere Vorschriften. Er will den tieferen Sinn der Gebote erschließen. „Du sollst nicht töten“ bedeutet z.B. eben mehr, als niemanden umzubringen. Es heißt auch: Die Würde des anderen achten. Wer schlecht über andere redet, sie verletzt oder ausgrenzt, greift ihre Würde an. So verstanden zielen die Gebote auf das Herz. Sie wollen das Leben schützen und Beziehungen bewahren.
Aber Jesus zeigt auch, dass Regeln kein Selbstzweck sind. Wenn er am Sabbat heilt oder seine Jünger Ähren pflücken lässt, macht er deutlich: Das Gesetz ist für den Menschen da – nicht der Mensch für das Gesetz. Wo Regeln dem Leben dienen, erfüllen sie ihren Sinn. Wo sie dem Menschen schaden, haben sie ihr Ziel verfehlt.
Es geht also um mehr als um richtig oder falsch im engen Sinn. Viele von uns sind mit einem Gewissen aufgewachsen, das stark von Lohn und Strafe geprägt war. Das gibt Orientierung, bleibt aber oft an der Oberfläche. Jesus lädt uns ein, weiterzugehen – zu einem reifen Gewissen. Nicht die Frage „Was ist gerade noch erlaubt?“ soll uns leiten, sondern: „Was lässt mein Leben echter, freier und liebevoller werden?“
Die Gebote Gottes wollen uns helfen, unsere Persönlichkeit zu entfalten. Sie wollen uns nicht überfordern, sondern in die Freiheit führen. Jesus traut uns zu, aus dem Geist der Liebe zu handeln – nicht aus bloßer Pflichterfüllung. So wird Glaube lebendig. Und unsere „Gerechtigkeit“ wächst nicht durch Buchstabentreue, sondern durch Barmherzigkeit, Verantwortung und Liebe.
© Walter Mückstein
5. Sonntag im Jahreskreis
Auf unsere Glaubwürdigkeit kommt es an
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Jesus nennt seine Jüngerinnen und Jünger „Salz der Erde“ und „Licht der Welt“. (Mt 5,13-16) Das ist ein starkes Bild – und ein großes Kompliment. Salz gibt dem Leben Geschmack und Würze, Licht schenkt Orientierung und Sicherheit. Das heißt: Christsein soll nicht fade, belanglos oder unsichtbar sein. Denn Salz, das seinen Geschmack verliert, ist nutzlos; Licht, das versteckt wird, hilft niemandem weiter. Genau vor diesen Gefahren warnt Jesus sehr klar.
Viele Menschen empfinden Kirche und Christentum heute tatsächlich als kraftlos oder unglaubwürdig. Worte allein überzeugen nicht mehr. Entscheidend ist, ob unser Leben zu dem passt, was wir sagen. Glaubwürdigkeit entsteht dort, wo Handeln und Werte übereinstimmen, wo jemand sagt, was er meint, und tut, was er sagt – auch dann, wenn es unbequem wird.
Jesus selbst kritisiert religiöse Menschen, die viel reden, aber nicht entsprechend handeln. Gute Taten sind der Ort, an dem Glauben sichtbar wird. Licht leuchtet nicht für sich selbst, sondern für andere. Es geht dabei nicht um moralische Überlegenheit, sondern um eine Haltung, die aus dem Glauben erwächst.
Zentrale christliche Werte wie Nächstenliebe, Ehrlichkeit, Vergebungsbereitschaft und Solidarität stehen heute oft im Kontrast zu Egoismus, Ausgrenzung und Rücksichtslosigkeit. Gerade hier sind Christinnen und Christen gefragt: nicht laut, nicht rechthaberisch, sondern klar, menschlich und dialogbereit. Dort, wo Menschen angegriffen werden, stehen wir zu ihnen. Dort, wo Unrecht geschieht, benennen wir es. Und dort, wo Fehler passieren, bleiben wir barmherzig – auch mit uns selbst.
Niemand kann das perfekt leben. Entscheidend ist die Bereitschaft, sich immer wieder auf Jesus hin auszurichten und ggf. neu anzufangen. Wenn dann jemand fragt, warum wir so anders handeln, dürfen wir schlicht sagen: Weil ich Christin/Christ bin. So wird Glaube konkret – und Gottes Wirken sichtbar.
© Walter Mückstein
4. Sonntag im Jahreskreis
Arm sein vor Gott – töricht oder weise?
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Die Predigt beginnt mit Aussagen, die viele heute teilen: Es gebe keinen Beweis für Gott, Naturwissenschaft erkläre die Welt auch ohne ihn, Leid spreche gegen einen gütigen Schöpfer, Gott sei letztlich nur eine menschliche Projektion. Solche Gedanken begegnen Gläubigen oft bis hinein ins eigene Umfeld. Umfragen zeigen: Nur noch eine Minderheit glaubt an einen persönlichen Gott. Wer glaubt, gilt schnell als naiv oder töricht.
Doch genau hier setzt der christliche Glaube an – und dreht die Perspektive um. Paulus sagt: Gott erwählt bewusst das Törichte und Schwache, um die scheinbar Weisen zu beschämen. (Lesung: 1 Kor 1, 26–31) Was aus weltlicher Sicht töricht wirkt, kann vor Gott ein Zeichen von Weisheit sein. Auch die Seligpreisung „Selig, wer arm ist vor Gott“ / „Selig die Armen im Geist“ wird oft missverstanden. (Evangelium: Mt 5, 1–12a) Gemeint sind nicht Unvernünftige, sondern Menschen, die wissen: Aus eigener Kraft reicht es nicht für ein erfülltes Leben. Sie erkennen ihre Bedürftigkeit vor Gott und öffnen sich für seine Liebe und Barmherzigkeit.
Jesus macht deutlich: Wer sich selbst genügt – durch Besitz, Leistung oder Überheblichkeit – hat keinen Raum mehr für Gott. Wer aber innerlich arm ist, wer sich nicht selbst zum Maß aller Dinge macht, dem gehört das Himmelreich. Die Bibel nennt töricht nicht den Glaubenden, sondern den, der sagt: „Es gibt keinen Gott“, weil er sich selbst absolut setzt.
Am Ende steht eine Entscheidung: Will ich klug erscheinen in den Augen der Welt oder offen sein für Gottes Weisheit, die sich letztlich im Kreuz zeigt – in Hingabe, Gnade und Liebe?
Wenn Glaube einengt und unfrei macht, darf man dieses Gottesbild loslassen. Wenn er aber Halt, Trost und Freiheit schenkt, dann gilt: Wer Gott vertraut, darf aufhören, sich ständig Sorgen zu machen – und das Leben wirklich genießen.
© Walter Mückstein
Eine Zusammenfassung der Predigt
„Eingeladen zur Gottseligkeit“ finden Sie hier
3. Sonntag im Jahreskreis
„Kommt her, mir nach!“
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Jesus ruft Menschen in seine Nachfolge – und dieser Ruf klingt im heutigen Evangelium (Mt 4, 12–23) wörtlich übersetzt überraschend direkt: „Auf, hinter mich!“ Das wirkt zunächst hart, fast autoritär. Doch gemeint ist kein blinder Gehorsam, sondern eine Einladung in eine vertrauensvolle Beziehung. Jesus ist überzeugt: Gottes Reich will diese Welt verändern, und er braucht Menschen, die diesen Weg mit ihm gehen. Darum spricht er die Fischer am See an – ganz normale Leute mitten im Alltag – und sie lassen sich berühren. Etwas in ihnen spürt: Hier geht es um mehr, um Sinn, um Leben in Fülle.
Der Ruf Jesu bedeutet dabei nicht, sich klein zu machen oder die eigene Persönlichkeit aufzugeben. „Hinter mich“ heißt vielmehr: Stell dich hinter mich, halte mir den Rücken frei, teile meine Vision. Jesus will Vorbild sein, Orientierung geben. Er versteht sich selbst als Weg zum Leben, als Zugang zu Gott. Dieser Weg ist kein exklusiver Sonderpfad für wenige Auserwählte. Wer aus Liebe lebt, wer sich dem Guten öffnet, ist bereits unterwegs – auch wenn er Jesus vielleicht gar nicht kennt. Und das „Himmelreich“, von dem Jesus spricht, ist kein fernes Jenseits, sondern beginnt hier und jetzt, mitten unter uns, wo Menschen nach seinem Geist leben und handeln.
Der Ruf Jesu gilt nicht nur damals, sondern auch heute. Er richtet sich an jede und jeden ganz persönlich. Die entscheidende Frage ist: Wie reagieren wir darauf? Reicht es zu sagen: Ich bin doch schon getauft, Kirchenmitglied, gehe sonntags in den Gottesdienst? Oder hat der Glaube spürbare Konsequenzen für unseren Alltag? Jesus fragt nach gelebter Nachfolge, nach dem Willen Gottes, der im konkreten Tun sichtbar wird.
Glaubwürdiges Christsein heißt, sich immer wieder neu hinterfragen zu lassen und offen zu bleiben für diesen Ruf. Die Worte Jesu – besonders in der Bergpredigt, die an den kommenden Sonntagen Thema ist – fordern heraus, aber sie öffnen auch einen Weg zu einem erfüllteren Leben. Wer sich darauf einlässt, wer hört und handelt, kann erfahren: Das Himmelreich kommt näher. Schritt für Schritt.
© Walter Mückstein
2. Sonntag im Jahreskreis:
Das „Lamm Gottes“
schenkt uns neues Leben in Gott
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Wer ist Jesus und was bedeutet er für uns? Wenn man diese Frage mit einem Bild beantworten will, klingt die Antwort aus dem Johannesevangelium (Joh 1,29-34) zunächst fremd: „Das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.“ Was soll das bedeuten?
Für die Menschen zur Zeit Jesu war dieses Bild sehr vertraut. Ein Lamm stand für Leben, Zukunft und Hoffnung. Es war kostbar, lebensnotwendig und zugleich ein Opfertier, mit dem man Gott besänftigen und ihm nahe sein wollte. Besonders das Paschalamm erinnerte an die Befreiung aus Unterdrückung und Sklaverei. Wer Jesus „Lamm Gottes“ nennt, sagt damit: In ihm schenkt Gott neues Leben – nicht durch Macht, sondern durch Hingabe, Geduld und Liebe.
Doch was heißt es, dass Jesus die „Sünde der Welt“ hinwegnimmt? Sünde meint in der Bibel nicht zuerst einzelne schlechte Taten, sondern das, was daraus entsteht: zerstörte Beziehungen, Trennung, Einsamkeit – zwischen Menschen und letztlich auch zwischen Mensch und Gott. In biblischen Zeiten glaubte man, Gott ziehe sich von den Sündern zurück. Jesus aber hat genau das Gegenteil verkündet und gezeigt. Er hat sündige Menschen nicht ausgeschlossen, sondern ihnen Gottes Nähe zugesprochen. Er war besonders denen nahe, die schuldig geworden waren. Er hat ihnen gezeigt: Gott liebt euch. Darum verstößt er euch nicht.
Diese Haltung hat Jesus bis zum Äußersten gelebt – bis zum Tod am Kreuz. Damit hat er deutlich gemacht: Die Trennung zwischen Gott und den Menschen ist nicht das letzte Wort. Gott bleibt zugewandt. Wer sich ihm öffnet, erfährt Vergebung und darf neu anfangen.
Das feiern wir in jeder heiligen Messe. Im gewandelten Brot gibt sich Jesus selbst – als Zeichen dafür, dass seine Liebe heilt, was zerbrochen ist. Wer das im Glauben annimmt, darf erfahren: Gottes Wort richtet auf. Seine Liebe macht die Seele gesund.
© Walter Mückstein
1. Sonntag im Jahreskreis: Fest Taufe des Herrn
Als Söhne und Töchter Gottes
leben aus seinem Geist
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„Klappern gehört zum Handwerk“ – so heißt es im Volksmund. Wer gehört werden will, muss laut sein, auffallen, sich bemerkbar machen. Das gilt in Politik, Werbung und oft auch im Alltag. Doch die Bibel zeichnet ein ganz anderes Bild von Gottes Wirken. Der Knecht Gottes, von dem der Prophet Jesaja spricht, schreit nicht, lärmt nicht und drängt sich nicht in den Vordergrund. Er wirkt leise, aber kraftvoll – getragen vom Geist Gottes. (Vgl. Lesung: Jes 42,5a.1-4.6-7)
Dieser Knecht steht für Gerechtigkeit. Er setzt sich ein für die Schwachen, für die Gebrochenen, für jene, die kaum noch Hoffnung haben. Ein geknicktes Rohr zerbricht er nicht, einen glimmenden Docht löscht er nicht aus. Gott handelt nicht zerstörend, sondern aufrichtend. Er gibt Menschen Würde – auch dann, wenn sie nach menschlichen Maßstäben nichts mehr „leisten“.
Für die Christen wurde klar: In Jesus von Nazareth erfüllt sich dieses Bild. Bei seiner Taufe (Mt 3,13-17) wird offenbar, wer er ist: der geliebte Sohn, erfüllt vom Geist Gottes. In seinem ganzen Leben zeigt er, wie Gottes Nähe aussieht – nicht laut und überrumpelnd, sondern heilend, stärkend und barmherzig. Jesus ist das Urbild des Knechtes Gottes.
Doch dabei bleibt es nicht stehen. Auch wir sind durch Taufe und Firmung mit diesem Geist beschenkt. Auch wir sind gerufen, als Söhne und Töchter Gottes zu leben: nicht getrieben vom Zwang, uns beweisen zu müssen, sondern frei, aus Gottes Liebe heraus. Wir dürfen ein Gegenzeichen setzen zum Lärm, zur Härte und zur Menschenverachtung unserer Zeit – indem wir achtsam sind, barmherzig handeln und besonders die Schwachen im Blick behalten. So kann Gottes leises, aber lebensveränderndes Wirken auch heute durch uns sichtbar werden.
© Walter Mückstein
